Bewässerung planen
Druck und Durchfluss messen, daraus die Zonen ableiten, den Plan aufs Papier bringen. Der Schritt, an dem sich entscheidet, ob die Anlage funktioniert.
Eine Bewässerungsanlage ist kein Hexenwerk, aber sie verzeiht keine grobe Fehlplanung. Diese vier Leitfäden führen Sie durch die Entscheidungen, die vor dem ersten Spatenstich fallen: was Ihr Hausanschluss hergibt, welche Technik zu Ihrer Fläche passt, wie Sie die Rohre in den Boden bringen und was im Herbst zu tun ist.
Druck und Durchfluss messen, daraus die Zonen ableiten, den Plan aufs Papier bringen. Der Schritt, an dem sich entscheidet, ob die Anlage funktioniert.
Sprühkopf, MP Rotator oder Getrieberegner. Welche Technik zu welcher Fläche gehört und warum man sie nie in einer Zone mischt.
Grabtiefe, Soden abstechen, Verbindungen setzen, Dichtheitsprobe. Ein Wochenende Arbeit, richtig aufgeteilt.
Entleeren oder ausblasen, Steuergerät, Sensoren, Ventile. Die halbe Stunde im Oktober, die Frostschäden verhindert.
Wenn Sie noch gar nichts gemessen haben, beginnen Sie beim Planen. Ohne die zwei Zahlen vom Hausanschluss, Ruhedruck und Durchfluss, ist jede Produktauswahl geraten. Beide messen Sie mit Eimer, Stoppuhr und einem Manometer für wenige Euro.
Steht die Zonenaufteilung, geht es an die Technik. Dabei hilft die Auslegung im Planungsleitfaden, und für die Produktauswahl je Gartenbereich gibt es die Übersichten für Rasen, Hecke, Beet, Hochbeet, Töpfe und Gewächshaus.
Sie müssen das nicht allein rechnen. Geben Sie Ihre Fläche in die kostenlose Planung, dann bekommen Sie eine Zonenaufteilung samt Stückliste zurück. Wer die Anlage nicht selbst verlegen will, findet unter Profi-Planung die Auslegung durch unsere Planer und den Kontakt zu einem Installateur.
Die Zone zu groß geschnitten. Der häufigste Fehler in selbst geplanten Anlagen ist nicht das falsche Produkt, sondern zu viele Regner an einer Leitung. Reicht der Durchfluss nicht, bekommen alle Regner der Zone zu wenig Wasser, und es bleiben Trockeninseln. Rechnen Sie die Zonen, bevor Sie Produkte in den Warenkorb legen.
Sprühköpfe und Getrieberegner gemischt. Beide bringen unterschiedlich viel Wasser pro Stunde aus. In derselben Zone wird die eine Hälfte der Fläche überversorgt und die andere bleibt trocken, ganz gleich wie lange die Anlage läuft.
Zu hoher Druck ohne Regelung. Zu viel Druck an der Düse zerstäubt das Wasser so fein, dass der Wind es fortträgt, und lässt die Bauteile schneller altern. Ein Druckregler hinter dem Ventil kostet wenig und wirkt auf die ganze Zone.
Den Preis bestimmen drei Posten: die Zahl der Zonen, die Regner pro Zone und die Länge der Rohrstrecken. Ein rechteckiger Rasen braucht deutlich weniger Material als dieselbe Fläche, die sich um Terrasse, Beete und einen Baum windet. Deshalb nennen wir keine Quadratmeterpauschale, sondern rechnen Ihre Fläche durch und legen eine Stückliste mit Einzelpreisen dazu.
Was Sie sicher brauchen: pro Zone ein Magnetventil, ein Steuergerät für alle Zonen, Rohre in drei Qualitäten, die passenden Fittinge und die Regner selbst. Ein Regensensor ist das Bauteil, das im Verhältnis zum Preis am meisten Wasser spart.