Häufige Fragen zur Gartenbewässerung
Die Fragen, die uns am Telefon und per E-Mail am häufigsten erreichen, mit belastbaren Antworten statt Marketingtext. Von Lieferung und Rückgabe über Planung und Technik bis zu Wartung und Ersatzteilen.
Direkt zum Thema: Bestellung und Lieferung · Planung · Technik · Installation · Betrieb und Winter · Ersatzteile · Für Profis
Bestellung, Lieferung und Rückgabe
Wie lange dauert die Lieferung?
Lagerware verlässt unser Haus innerhalb von 48 Stunden an Werktagen. Sobald das Paket unterwegs ist, bekommen Sie den Link zur Sendungsverfolgung automatisch per E-Mail. Bei größeren Sets und sperriger Ware liefern wir gebündelt in einer Sendung, damit auf der Baustelle nichts fehlt.
Was kostet der Versand?
Ab 100 Euro Warenwert liefern wir versandkostenfrei. Darunter richten sich die Kosten nach Gewicht und Umfang der Sendung, den genauen Betrag sehen Sie im Warenkorb, bevor Sie bestellen. Der Bestellwert ist dabei der Bruttowert Ihrer Artikel inklusive Umsatzsteuer.
Liefern Sie auch ins Ausland?
Standardmäßig liefern wir innerhalb Deutschlands. Für andere Länder sprechen Sie uns an, telefonisch unter 04263 980 424 10 oder per E-Mail. Wir finden in aller Regel eine Lösung, brauchen dafür aber die konkrete Lieferadresse und den Umfang der Bestellung.
Kann ich auf Rechnung bestellen?
Kauf auf Rechnung und Ratenzahlung sind möglich. Welche Zahlungsarten für Ihre konkrete Bestellung freigeschaltet sind, sehen Sie an der Kasse, bevor Sie den Kauf abschließen.
Was gilt bei Rückgabe?
Passt etwas nicht, nehmen wir es innerhalb von 30 Tagen zurück. Das gesetzliche Widerrufsrecht von 14 Tagen bleibt davon unberührt und läuft parallel. Die Kosten der Rücksendung trägt der Kunde, die Einzelheiten stehen in der Widerrufsbelehrung.
Lohnt sich eine Rücksendung bei Kleinteilen?
Oft nicht, und das sagen wir offen. Bei Fittingen, Klemmverbindern, Düsen und PE-Rohr liegt das Paketporto häufig über dem Wert der zurückgehenden Artikel. Diese Teile altern trocken gelagert praktisch nicht und sind im nächsten Bauabschnitt oder als Reserve für Reparaturen brauchbar. Melden Sie sich vorher mit Ihrer Bestellnummer, häufig lässt sich ein Überschuss sinnvoller in fehlendes Material umwidmen.
Warum habe ich mehr Teile bekommen als bestellt?
Ein Teil des Sortiments ist nur im Gebinde lieferbar. Die gelieferte Menge weicht deshalb manchmal von der geplanten ab. Bei Kleinteilen ist das selten ein Problem, weil sie ohnehin als Reserve gebraucht werden. Die Gebindegröße steht auf der jeweiligen Produktseite.
Ist die Ware Originalware?
Ja. Wir sind offizieller Hunter-Fachhändler in Deutschland. Steuergeräte und Ventile gehen bruchsicher und in Originalverpackung raus, mit voller Herstellergarantie. Auf Hunter-Produkte gibt es je nach Serie bis zu fünf Jahre Garantie, die vollständige Erklärung von Hunter Industries finden Sie unter Garantieerklärung.
Planung: Was brauche ich?
Was kostet eine automatische Gartenbewässerung?
Den Preis bestimmen drei Posten: die Zahl der Zonen, die Zahl der Regner pro Zone und die Länge der Rohrstrecken. Ein rechteckiger Rasen von 200 Quadratmetern braucht deutlich weniger Material als 200 Quadratmeter, die sich um Terrasse, Beete und Bäume winden. Wer selbst verlegt, zahlt nur das Material. Eine belastbare Zahl bekommen Sie erst mit einem Plan, und den machen wir kostenlos.
Mit welchen zwei Zahlen fange ich an?
Mit Ruhedruck und Durchfluss am Hausanschluss. Den Durchfluss messen Sie mit einem Zehn-Liter-Eimer unter dem voll geöffneten Außenhahn: zehn Liter in 30 Sekunden sind 20 Liter pro Minute. Diese eine Zahl entscheidet, wie viele Regner gemeinsam laufen können, und damit über die gesamte Zonenaufteilung. Wer sie nicht misst, plant auf Verdacht.
Wie viele Regner brauche ich für meinen Rasen?
Das ergibt sich aus der Wurfweite und der Regel, dass sich die Kreise überlappen müssen. Ein Regner muss den nächsten erreichen, sonst bleiben zwischen den Kreisen trockene Zonen. Deshalb stehen Regner an den Ecken und in den Kanten der Fläche, nicht in ihrer Mitte. Bei einem Rasen von 200 Quadratmetern liegt man je nach Zuschnitt meist zwischen sechs und zwölf Geräten.
Wie viele Zonen brauche ich?
Eine Zone ist die Gruppe von Regnern, die gemeinsam laufen kann, ohne dass der Druck einbricht. Geteilt wird nach Durchfluss, nicht nach Gartenbereich. Dazu kommt die Trennung nach Typ: Getrieberegner, Sprühköpfe und Tropfbewässerung gehören in getrennte Zonen, weil sie sehr unterschiedliche Wassermengen pro Zeiteinheit ausbringen. Planen Sie am Steuergerät eine Zone Reserve ein, Anlagen wachsen fast immer.
Warum darf ich Sprühköpfe und Getrieberegner nicht mischen?
Weil ihre Niederschlagsrate zu weit auseinanderliegt. Ein Sprühkopf bringt seine Wassermenge in kurzer Zeit aus, ein Getrieberegner verteilt sie über eine deutlich längere Laufzeit. In derselben Zone bekommt der eine Bereich zu viel und der andere zu wenig, egal wie Sie die Zeit einstellen.
Muss ich den Rasen dafür aufreißen?
Nein. Sie stechen die Grassoden mit dem Spaten in Streifen ab, legen sie zur Seite, ziehen den Graben und setzen die Soden zurück. Nach zwei Wochen sieht man die Linien nicht mehr. Wer eine große Fläche vor sich hat, mietet für einen Tag einen Verlegepflug.
Bekomme ich Hilfe bei der Planung?
Ja, und zwar kostenlos. Sie schicken uns Maße und Zuschnitt Ihres Gartens, wir liefern den Plan mit Zonen, Gerätepositionen und der vollständigen Materialliste zurück. Unsere Beregnungs-Planer antworten persönlich, nicht per Standardtext. Die Grundlagen zum Selbstrechnen stehen im Planungsleitfaden und im Ratgeber Bewässerung planen.
Technik und Kompatibilität
Passt Hunter zu meiner bestehenden Anlage?
In der Regel ja. Hunter arbeitet mit Zoll-Innengewinden, die dem Marktstandard entsprechen, und die Regnergehäuse nehmen Düsen verschiedener Reihen auf. Wenn Sie einzelne Regner ersetzen oder eine Zone erweitern wollen, ist das meist ohne Umbau möglich. Prüfen Sie vorher das Anschlussmaß am vorhandenen Bauteil, nicht am Katalog.
Was ist der Unterschied zwischen Sprühkopf und Getrieberegner?
Ein Sprühkopf verteilt einen feststehenden Wasserschleier und kommt auf kurze Wurfweiten, etwa bis fünf Meter. Ein Getrieberegner dreht einen gebündelten Strahl und wirft dadurch erheblich weiter. Die Faustregel: bis fünf Meter Sprühkopf, darüber Getrieberegner. Ausführlich steht das im Ratgeber Regner auswählen.
Welches Hunter-Steuergerät passt zu mir?
Für den typischen Hausgarten mit zwei bis acht Zonen das X-Core oder X2. Soll die Anlage später wachsen, ist das modulare Pro-C die bessere Basis, weil Sie Zonenmodule nachstecken. Wer per App und nach Wetterdaten steuern will, nimmt Hydrawise.
Brauche ich Strom im Garten?
Für die klassischen Steuergeräte wie X-Core und Pro-C ja, sie hängen an einer Steckdose oder einem Trafo. Liegt kein Strom, nehmen Sie das Node. Es sitzt batteriebetrieben direkt am Ventil im Ventilkasten und braucht keine Zuleitung. Für eine einzelne abgelegene Zone ist das oft die einfachste Lösung.
Was ist der MP Rotator und wann lohnt er sich?
Der MP Rotator ersetzt die Düse im vorhandenen Sprühkörper und verteilt das Wasser über rotierende Einzelstrahlen statt über einen Schleier. Die Strahlen sind windstabiler und die Niederschlagsrate ist niedriger, das Wasser hat also mehr Zeit einzusickern. Auf schweren Böden und in Hanglagen ist das der entscheidende Unterschied. Wichtig: Die Laufzeit muss danach verlängert werden, sonst bewässern Sie zu wenig.
Was macht ein Magnetventil?
Es teilt die Anlage in Kreise und schaltet sie einzeln, gesteuert vom Steuergerät. Jede Zone hat genau ein Ventil. Ohne Ventile könnten Sie nur alles gleichzeitig laufen lassen, und dafür reicht ein Hausanschluss praktisch nie. Im Hausgarten ist das PGV der Standard, bei höheren Drücken und größeren Durchflüssen das ICV.
Kann ich Regenwasser aus der Zisterne nutzen?
Ja, dafür brauchen Sie eine Pumpe, die den Durchfluss der größten Zone bei dem Druck liefert, den die Geräte brauchen. Beides zusammen, nicht eines von beiden. Dazu gehören ein Filter vor der Anlage und ein Trockenlaufschutz an der Pumpe. Ungefiltertes Regenwasser setzt Düsen und Tropfer zu, daran scheitern die meisten Zisternenanlagen.
Installation und Verlegung
Kann ich eine Bewässerungsanlage selbst verlegen?
Ja, und die meisten unserer Kunden machen genau das. Es braucht keine Fachkenntnis, sondern einen Plan und ein Wochenende. Die Rohre werden gesteckt oder geklemmt, nicht geschweißt oder gelötet. Anspruchsvoll ist allein die Planung davor, und die nehmen wir Ihnen ab.
Wie tief müssen die Rohre liegen?
In der Praxis genügen 25 bis 40 Zentimeter. Tiefer als die Frostgrenze muss eine Anlage nicht liegen, wenn sie im Herbst entleert wird. Wichtig ist ein leichtes Gefälle zum tiefsten Punkt, damit das Wasser von allein ablaufen kann. Details stehen im Ratgeber Rohre verlegen.
Welche Rohrqualität nehme ich wo?
PE100 für die Hauptleitung, weil die dauerhaft unter Druck steht, auch wenn keine Zone läuft. PE80 für die Verteilerstränge hinter den Ventilen. PE40 nur für kurze Abzweige und Anschlussleitungen. Wer überall PE40 verlegt, spart am falschen Ende.
Wie dicht sind Klemmverbindungen wirklich?
Bei sauberer Montage dauerhaft dicht, auch unter der Erde. Entscheidend ist, dass das Rohr gerade und gratfrei abgeschnitten und bis zum Anschlag eingeschoben ist und der Druckring richtig sitzt. Ein schräg abgesägtes Rohr ist die häufigste Ursache für eine Verbindung, die erst nach Wochen tropft. Ein Rohrabschneider ist das Werkzeug, das sich am schnellsten bezahlt.
Muss ich Gewinde abdichten?
Gewindeverbindungen ja, mit Dichtband oder Dichtfaden. Klemmverbindungen nicht, die dichten über den Druckring. Wer Dichtband in einen Klemmfitting wickelt, macht die Verbindung schlechter statt besser.
Wohin kommen die Ventile?
Gebündelt in eine Ventilbox, damit sie zugänglich bleiben, ohne aus dem Rasen zu ragen. Ein Ventil, das man zum Warten ausgraben muss, wird nicht gewartet. Wählen Sie die Box lieber eine Nummer größer: technisch passen die Ventile fast immer hinein, warten lassen sie sich in einer zu knappen Box nicht.
Sollte ich eine Druckprobe machen?
Ja, bevor Sie die Gräben schließen. Anlage füllen, unter Druck setzen und die Verbindungen ablaufen. Eine undichte Klemmverbindung finden Sie im offenen Graben in Minuten, unter dem geschlossenen Rasen in Stunden.
Betrieb, Wartung und Winter
Wie viel Wasser spart eine automatische Anlage?
Der Unterschied kommt aus drei Effekten. Die Anlage läuft früh morgens, wenn kaum Wasser verdunstet. Sie gibt eine gemessene Menge statt einer geschätzten. Und mit Regensensor überspringt sie Tage, an denen es ohnehin geregnet hat. Der Sensor ist die günstigste Einzelmaßnahme mit dem größten Effekt, weil er den häufigsten Fall von Verschwendung verhindert: das Programm, das bei Dauerregen weiterläuft.
Wann soll die Anlage laufen?
Früh morgens, vor Sonnenaufgang. Dann ist die Verdunstung am geringsten und der Wind am schwächsten, und die Halme trocknen im Lauf des Vormittags ab. Abends bewässern hält den Rasen die ganze Nacht feucht und begünstigt Pilzkrankheiten.
Was passiert im Winter mit der Anlage?
Sie wird entleert, bevor der erste Frost kommt. Dazu öffnen Sie die Entleerungsventile am tiefsten Punkt und lassen das Wasser ab, alternativ bläst ein Kompressor die Leitungen frei. Die Regner selbst bleiben im Boden, ihr Gehäuse ist dafür gebaut. Die Schritte stehen im Ratgeber Anlage winterfest machen.
Muss ich das Steuergerät im Winter abbauen?
Nein, aber nehmen Sie es vom Netz oder stellen Sie das Programm auf Aus. Bei batteriebetriebenen Geräten wie dem Node gehört der Batteriewechsel in die Frühjahrswartung. Ein leerer Satz Batterien im Juli ist die typische Ausfallursache.
Was gehört zur Frühjahrswartung?
Anlage langsam füllen, damit kein Druckstoß entsteht. Dann jede Zone einzeln laufen lassen und ablaufen: Wirft jeder Regner noch auf Weite, dreht jeder Rotor, sind Düsen oder Siebe zugesetzt. Filtersiebe reinigen und die Sektoren nachjustieren, weil sich über den Winter Geräte durch Bodenbewegung verstellen.
Warum wirft ein Regner plötzlich zu kurz?
Meistens ist das Filtersieb zugesetzt oder es hängen zu viele Geräte in der Zone, sodass der Druck einbricht. Prüfen Sie erst das Sieb, dann ob eine andere Zone gleichzeitig läuft. Beides sind Kleinteile und keine Neuanschaffung.
Ersatzteile und Fehlersuche
Bekomme ich Ersatzteile für ältere Hunter-Geräte?
In den meisten Fällen ja. Serien wie PGP, PGJ, I-20 und PGV sind seit Jahren unverändert im Programm, deshalb gibt es Dichtungen, Siebe, Membranen, Spulen und Düsensätze auch für Anlagen, die schon zehn Jahre laufen. Der Einstieg dazu ist die Seite Ersatzteile.
Wie finde ich das richtige Ersatzteil?
Am schnellsten über die Artikelnummer oder die Hunter-Nummer, die Sie oben in die Suche eintippen können. Alternativ über die Serie: Jede Serienseite führt die passenden Ersatzteile mit. Wenn Sie unsicher sind, schicken Sie ein Foto des ausgebauten Teils an die Beratung, das ist oft der schnellste Weg.
Mein Regner fährt nicht mehr ein, was tun?
In den meisten Fällen ist die Steigrohrdichtung verschlissen oder Sand hat sich im Gehäuse gesetzt. Beides ist ein Ersatzteil und kein Neukauf, und der Austausch geht ohne Ausgraben des Gehäuses.
Eine Zone schließt nicht mehr, woran liegt das?
Meist ist die Membran des Magnetventils verschlissen oder Schmutz sitzt im Ventilsitz. Öffnet die Zone dagegen gar nicht, prüfen Sie zuerst Magnetspule und Verkabelung. Der schnellste Test: das Ventil von Hand öffnen. Geht das, liegt der Fehler in der Elektrik, geht es nicht, sitzt er im Ventil oder in der Leitung.
Warum dreht mein MP Rotator nicht?
Fast immer steckt Schmutz im Sieb oder der Druck an der Düse ist zu niedrig. Reinigen Sie das Filtersieb und prüfen Sie, ob zu viele Geräte in derselben Zone hängen.
Für Profis und größere Anlagen
Beliefern Sie auch Galabau und Fachbetriebe?
Ja. Für gewerbliche Kunden gibt es eigene Konditionen und einen direkten Draht zur Planung, die Einzelheiten stehen unter Für Profis.
Was brauchen Sportplätze und große Grünanlagen?
Andere Geräte als der Hausgarten. Bei den Regnern die G-Serie mit den weitesten Wurfweiten, bei der Steuerung ACC2 oder ICC2. Die sind decoderfähig, laufen also über eine gemeinsame Zweidrahtleitung statt über ein Kabel je Zone. Auf großen Flächen ist das der entscheidende Kostenfaktor beim Bau.
Lohnt sich ein Durchflusssensor?
Bei gewerblichen Anlagen und langen Hauptleitungen ja. Ein Durchflusssensor misst die tatsächliche Wassermenge und meldet Abweichungen. Läuft mehr als geplant, deutet das auf Rohrbruch oder ein hängendes Ventil. Ohne Sensor merkt man das erst an der Fläche oder an der Rechnung.
Meine Frage steht hier nicht, was jetzt?
Rufen Sie an unter 04263 980 424 10 oder schreiben Sie uns. Unsere Beregnungs-Planer antworten persönlich, nicht per Standardtext. Für die Selbstprüfung sind der Planungsleitfaden und die Kataloge und Planungshilfen mit den Durchfluss- und Druckangaben aller Serien der richtige Einstieg.